Gibt es die (für mich) perfekte Todo-Liste?

Ich versuche im Moment, ein bisschen Ordnung in meine Freizeit zu bekommen. Dazu gehört für mich auch eine ordentliche Todo-Liste. Aber anscheinend gibt es da keine, die alle die Funktionen enthält, die ich so gerne hätte…

Vielleicht kennt ja zufällig jemand eine (mehr oder weniger) passende Lösung dazu. Andernfalls müsste ich mir vielleicht mal Gedanken machen, sowas selber zu basteln…

Was mir sehr wichtig wäre:

  • Die Todo-Liste muss sowohl als Webapp als auch als Android-App (bitte mit Widgets für den Homescreen…) zur Verfügung stehen. Bonuspunkte, wenn ich das Backend selber hosten kann, aber darauf könnte ich im Zweifel auch verzichten.
  • Ich möchte Aufgaben mit Tags versehen und in Kategorien einteilen können. Dabei möchte ich aber zumindest optional alle Tasks gruppiert nach Kategorie auf einer Seite sehen können.
  • Beim Eingeben einer Aufgabe möchte ich gerne “Metadaten” direkt miteingeben können. “Blumen gießen heute p1 #zuhause” sollte die Aufgabe “Blumen gießen” mit Fälligkeit “heute”, Priorität 1 und dem Tag “zuhause” erzeugen.
  • Gerade regelmäßig wiederkehrende Aufgaben sollten eine Zeitlang unsichtbar sein. Wenn ich “wöchentlich Blumen gießen” als Aufgabe habe und das heute erledigt habe, muss ich nicht heute schon sehen, dass ich das in 7 Tagen wieder machen muss.
  • Viele meiner Tasks sind auch von anderen Tasks abhängig. So ein “Aufgabe A kannst du erst erledigen, wenn du Aufgabe B erledigt hast”. Dann muss mir Aufgabe A standardmäßig eigentlich auch erst angezeigt werden, wenn ich Aufgabe B erledigt habe. Besonders cool fände ich, wenn mir diese Strukturen dann in Art eines Gantt-Diagrammes angezeigt werden könnten…
  • Gamification. Nichts komplexes. Aber irgendeine kleine Belohnung dafür, am Tag x Aufgaben erledigt zu haben oder so.
  • “Angewohnheiten”. Aufgaben, die ich beliebig oft abhaken kann, und dafür jedes Mal eine “Belohnung” bekomme. Für so Kram, den ich mir angewöhnen möchte. “Auf dem Weg zum Auto den Müll mitnehmen”, zum Beispiel.

Für viele der Punkte gibt es schon Todo-Listen – aber die erfüllen immer nur manche der Punkte und lassen andere offen.

Todoist hat Web-Interface und App, kann Metadaten während der Eingabe erkennen und enthält eine (eigentlich schon für mich ausreichende) Prise Gamification.

Habitica ist vermutlich der King in Sachen Gamification und Angewohnheiten, ist aber sonst eher unhandlich und hinterlässt bei mir das Gefühl, dass die Gamification wichtiger ist als das Verwalten von Aufgaben…

Remember the Milk hat ein hübsch-simples Webinterface und kann Metadaten erkennen, enthält dafür aber weder Gamification noch Angewohnheiten.

Auf Twitter wurden mir noch Things und OmniFocus vorgeschlagen, aber Things ist Mac-Only und OmniFocus hat wohl zusätzlich zur Mac-App ein Webinterface, aber das kostet dann nochmal extra – und eine native Android-Version gibt es auch nicht… (Eine Demo wohl auch nicht, ich habe es also noch nicht mal testen können.)

Hat da wer von euch eine Idee zu? Ansonsten müsste ich mir vielleicht mal Gedanken machen, ob und wie ich das selber aufziehen möchte…

Ein Haus!

Wenig los hier in der letzten Zeit. Na ja, ist aber auch irgendwie kein Wunder, schließlich war ich ja auch fleißig in den letzten Wochen und Monaten:

Natürlich nicht selber gebaut (als ob ich Ahnung von sowas hätte…), aber selber geplant und vorbereitet. (Hoffentlich) nur noch anderthalb Monate, bis wir da einziehen können…

Den ganzen Prozess haben Uli und ich übrigens in unserem Podcast Unser Haus “begleitet”.

Schnell wie acht Schnecken

Vor ziemlich genau einem Jahr habe ich mit etwas angefangen, was ich vorher noch nie in meinem Leben getan habe: Ich habe Sport gemacht. Also, freiwillig.

Schulsport kennen wir ja alle: Regelmäßige Quälerei in der Schulzeit. Mein Sportlehrer war großer Freund des Laufens in gerade in der Oberstufe haben wir dann Doppelstunden damit verbracht, zum nahegelegenen See, zwei Runden drumherum und wieder zurück zur Schule zu laufen. Hat natürlich total gut geklappt und war überhaupt nicht anstrengend und so… (Ende der Ironie).

Irgendwann später hatte ich dann im Internet von Couch to 5K (C25K) gelesen. Ein Trainingsplan, der darauf ausgelegt ist, dass man als untrainierte Couchpotato startet und nach 12 Wochen in der Lage ist, 5 km am Stück zu laufen.

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Mein wild zusammengewürfeltes, aber günstiges Smarthome

“Smarthome” ist ja auch so ein Thema, das derzeit in aller Munde ist. Ich wollte da am Anfang so gar nichts von wissen. Irgendwie waren die Geräte dafür alle zueinander inkompatibel und meistens auch noch ziemlich teuer.

Das änderte sich dann ein bisschen, als IKEA das System TRADFRI auf den Markt brachte. Smarte Glühbirnen ab 10 Euro, dazu günstige Fernbedienungen und ein Gateway, um die Birnen dann auch übers Netzwerk ansteuerbar zu machen.

Später kam dann ein RFlink dazu – ein ATMega-Board mit angeflanschtem 433 MHz-Sender und -Empfänger. Schon kann ich die meisten Funk-Steckdosen, -Schalter, -Sensoren und was auch immer nutzen.

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Wir leben in spannenden Zeiten

Über die letzten Jahre bin ich immer wieder auf den Gedanken gekommen, dass Wissenschaft heutzutage für den Laien irgendwie langweilig geworden ist. Ich meine damit nicht, dass Wissenschaft unnötig sei oder nichts mehr bringen würde – ganz im Gegenteil – aber sie findet fast nur noch “im Verborgenen” statt und auch als interessierter Laie bekommt man eigentlich nur was von den Ergebnissen mit, die einem fertig präsentiert werden. Oder aber sie ist super-kompliziert und findet mit Methoden und Werkzeugen statt, die man nur verstehen kann, wenn man wirklich Experte auf dem Gebiet ist.

Denkt da zum Beispiel mal an den Impfstoff gegen Corona. Viele Forscher sind da auf der Suche und haben auch erfolgreich Impfstoffe gefunden. Aber alles, was man davon mitbekommt, sind irgendwelche Artikel im Internet, die beschreiben, dass der Impfstoff jetzt in irgendeine Studie geht oder die Studie Erfolg hatte oder der Impfstoff jetzt fertig ist.

Früher hat man “große Sachen” erforscht und erfunden. Strom. Fliegen. Strahlung. Mondlandung. Während man sich heute mit so Kleinkram beschäftigt wie “Flugezuge sind jetzt 3% effizienter” oder “welche Metalle können wir zusammenmischen, um einen Supraleiter zu erhalten, den wir weniger stark kühlen müssen”. Mehr Verbesserung als Grundlagen.

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Moving from Jekyll to WordPress

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The last years I’d been using Jekyll to manage my blog. Jekyll is a static site generator: There’s no special software running on the webserver. Instead I’m using a software (Jekyll) on my local computer to convert a bunch of source files into the HTML files that make up this blog. In the end I just get a folder full of files I have to upload to my webserver.

This has the advantage of being extremely simple work for my webserver. No pages have to be created and rendered for users, I don’t need to have a database and stuff. Only a static HTML file to deliver to the visitor. I don’t even have to worry about security flaws, since there is no extra software running that could have security flaws.

But it also has its disadvantages. Mainly that it’s not that simple to write a blog post “on the go”. I need all my source files on a computer that’s having Jekyll installed. Using my smartphone is entirely out of the question. In WordPress on the other hand I can just visit the admin panel, open the editor and type away. And my argument about security flaws doesn’t really count since I already have an instance of WordPress running on my server to serve my podcast Nerd, Nerd, Nerd & Uli.

As the decision to move back from Jekyll to WordPress was made, I started looking for a converter for this process. I didn’t just want to leave all my old posts behind and start anew. But I couldn’t find anything useful. So I built my own solution.

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Umzug von Jekyll zu WordPress

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Die letzten Jahre hatte ich das Blog ja in Jekyll geführt. Jekyll ist ein statischer Seitengenerator: Auf dem Server läuft dafür also keine Software, sondern ich habe ein Programm (eben Jekyll) auf meinem lokalen Rechner, wo dieses dann aus den Quelldateien für das Blog eben jenes erzeugt. Am Ende fallen da haufenweise Ordner und HTML-Dateien raus, die dann nur auf den Webserver hochgeladen werden müssen und dann für Besucher ein komplettes Blog ergeben.

Vorteile davon sind unter Anderem, dass der Webserver damit keine Ahnung hat – es müssen keine Seiten spontan für Besucher generiert werden, sondern es muss einfach nur die vorhandene HTML-Datei ausgeliefert werden. Und ich muss mir keine Sorgen um Sicherheitslücken machen, weil auf dem Webserver keine extra Software laufen muss, die Sicherheitslücken haben könnte.

Nachteilig ist dafür, dass ich nicht “mal so eben” bloggen kann. Sondern ich brauche alle Quelldateien auf einem Rechner, auf dem Jekyll installiert ist, um dann dort die HTML-Dateien bauen lassen zu können und sie dann auf den Webserver zu laden. Mit WordPress kann ich einfach das Admin-Interface im Browser aufrufen und dort einen neuen Beitrag “zusammenklicken”. Und das Argument mit den Sicherheitslücken zieht auch nicht so richtig, weil ich auf dem Server eh schon eine WordPress-Instanz betreibe, um unseren Podcast Nerd, Nerd, Nerd & Uli darüber anzubieten.

Als der Entschluss mit dem Umzug zurück von Jekyll zu WordPress getroffen war, stand für mich auch ziemlich schnell fest, dass ich die ganzen Inhalte auch wieder in WordPress haben möchte. Ich möchte hier meine über 1400 Blogeinträge haben und nicht “wieder bei Null anfangen”. Also brauchte ich eine Möglichkeit, meine Inhalte von Jekyll zurück nach WordPress zu konvertieren. Etwas fertiges konnte ich nicht finden, also habe ich meine eigene Lösung gebaut, die dann auch ziemlich gut funktionierte. Ich beschreibe sie hier, damit sie vielleicht auch für andere noch hilfreich sein kann.

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RUD

RUD ist eine schöne Abkürzung. Wisst ihr, wofür sie im Raumfahrtbereich steht? Rapid Unscheduled Disassembly. Auf deutsch also ungefähr Schneller ungeplanter Auseinanderbau.

Klingt auch noch nach einem genau vorgeschriebenen Prozedere – bedeutet aber eigentlich, wie schon Leelo in “Das 5. Element” sagte, “Großes Badabumm”. Schneller und ungeplanter als durch eine Explosion kann man so eine Rakete schließlich nicht auseinanderbauen…

Aber hauptsache, es wirkt professionell.

An der Uni habe ich mal einen Vortrag von einem Mitarbeiter des Formel 1-Red Bull-Teams gehört. Er hat da erzählt, dass diese Gebläse, mit denen Bremsen und Motor der Rennwagen in der Garage gekühlt werden, ganz normale Laubbläser aus dem Baumarkt sind.

We just paint them so they look more professional.