Es geht (mal wieder...) weiter


Eigentlich sagt der Titel doch schon alles, oder? ;-)

Nach sehr, sehr viel Zeit ohne einen Blogeintrag habe ich mich davon überzeugt und überzeugen lassen, wieder ein bisschen mit dem Blog weiterzumachen. Hoffentlich auch etwas länger andauernd als beim letzten Mal.

Ideen für Einträge gibt es auch schon ein paar. Dann mal los und schreiben…


Manchmal hat man halt Pech...


Manchmal hat man einfach Pech… Wir bestellen ja schon echt viel Kram im Internet - aber warum auch nicht? Es klappt echt gut und geht eigentlich nie schief.

Eigentlich. In den letzten Wochen sammeln sich bei mir irgendwie Probleme oder Pech mit Lieferungen und Paketdiensten…

Ich habe bei Amazon RAM gekauft. Nix besonderes - 2 GB DDR2-RAM. Einmal bei Amazon nicht aufgepasst, und schon habe ich RAM bei einem Fremdhändler bestellt, der a) per schnarchlangsamer Warensendung verschickt und b) die Ware "in 3 bis 4 Werktagen versandfähig" hat. Na gut. Selber schuld. Also gewartet. Als nach zwei Wochen noch nichts da war, habe ich dem Händler eine Mail geschickt. Antwort:

Vielen Dank für Ihre Mail, wir haben die Ware jetzt rausgeschickt.

Ernsthaft? Na toll…
Nochmal zwei Wochen später ist immer noch nichts da. Also bestelle ich die Ware nochmal, diesmal achte ich aber darauf, dass die Sachen per Prime und sofort verschickt werden. Den ersten Händler maile ich patzig an, dass ich gerne mein Geld wiederhätte. Immerhin entschuldigt er sich in der Mail kurz und erstattet das Geld sofort und problemlos zurück.

Quasi gleichzeitig bestellen wir bei einem Online-Shop ein Fünfer-Paket Plastik-Lattenrost-Haltedinger für unser Bett, weil bei uns welche durchgerissen sind und ich nachts mit meinem Hintern in einem Loch liege.
Auch dieser Händler besticht nicht gerade durch Geschwindigkeit, aber eine Woche später ist dann ein Umschlag da. Inhalt: Drei Plastik-Lattenrost-Haltedinger. Und eine Rechnung über fünf der Dinger.
Auch hier ist der Händler verständnisvoll und irgendwann demnächst werden die fehlenden zwei Dinger auch ankommen.

Und, last but not least, mal andersherum: Wir haben umzugsbedingt unseren Unitymedia-Anschluss gekündigt und deren Fritzbox zurückgeschickt. Dann kam eine Rechnung, weil wir die Fritzbox ja nicht zurückgeschickt hätten. Zum Glück habe ich eine Kopie des Original-Unitymedia-Rücksende-Etiketts hier herumliegen. Sendungsnummer bei DHL eingetippt: "Die Sendung wurde dem Empfänger per vereinfachter Firmenzustellung ab Paketzentrum zugestellt." Also mit Unitymedia telefoniert (20 Minuten lang hörte ich alle 20 Sekunden: "Der nächste freie Mitarbeiter ist bereits für Sie reserviert"…) und anschließend das Etikett per Mail eingeschickt. Bislang keine Antwort. Ich bin mal gespannt, was hier noch kommen wird…

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Verliebt, verlobt, verheiratet...


Ereignisse, über die ich in den letzten Monaten nichts gebloggt habe? Unzählige.
Interessante Ereignisse, über die ich in den letzten Monaten nichts gebloggt habe? Viele.
Unglaublich wichtige Ereignisse, über die ich nichts gebloggt habe, dies aber nun langsam unbedingt mal nachholen muss? 3.

Ereignis 1: Ich habe mich verliebt. Sehr. In eine Uli. Obwohl ich vorher immer gedacht habe, soetwas könnte mir gar nicht passieren.
Ereignis 2: Ich habe mich mit eben jener Uli verlobt. Während unseres Englandurlaubes (der wohl in die Kategorie "interessante Ereignisse,…" fällt).
Ereignis 3: Ich habe sie geheiratet. So richtig mit allem drum und dran. Standesamtlich, kirchlich, mit großer Party und mit edler Feier. Und es war alles großartig.

Und warum blogge ich das genau jetzt?
Weil wir gerade in den Flitterwochen sind und ich gebeten wurde (ganz besonders von Uli), doch mal wieder mehr zu bloggen. Und die Kreuzfahrt soll als Initialzündung dienen. Na dann… ;-)


Unsere Kreuzfahrt: Die Eckdaten


Wir haben unsere Kreuzfahrt bei Royal Caribbean gebucht. Das ist eine amerikanische Kreuzfahrtgesellschaft, die auch ein paar Routen in Europa bedient und dafür auch noch ziemlich faire Preise bietet.

Wir sind vom 22.9. bis zum 29.9. auf der Liberty Of The Seas - zum Zeitpunkt unserer Kreuzfahrt ist sie in der Liste der größten Kreuzfahrtschiffe der Welt auf Platz 6.

Unser Zeitplan:
Sonntag, 22.9.: Einschiffung in Barcelona (ES)
Montag, 23.9.: Toulon (FR)
Dienstag, 24.9.: Villefranche (FR), in der Nähe von Monaco und Nizza
Mittwoch, 25.9.: La Spezia (IT), in der Nähe von Florenz und Pisa
Donnerstag, 26.9.: Civitavecchia (IT), der "Hafen von Rom"
Freitag, 27.9.: Neapel (IT)
Samstag, 28.9.: Seetag
Sonntag, 29.9.: Ausschiffung in Barcelona (ES)

Unser Rückflug geht erst am 30.9. abends ab Barcelona, so haben wir nach der Kreuzfahrt noch quasi zwei ganze Tage in Barcelona zur freien Verfügung.


Was will denn ein Botnetz von fabianonline.de?


Die Besucherzahlen von fabianonline.de haben in der letzten Zeit ziemlich nachgelassen. Ist ja auch klar: Der letzte Post ist schon bald ein Jahr her. Warum sollten dann auch massenweise Leute dieses Blog besuchen kommen?

AWStats zeigt für die vergangenen Monate so ungefähr 600 Besucher an. Pro Monat. Nur der halb angebrochene Juli fällt etwas aus der Reihe: Da hatte dieses Blog in 23 Tagen knappe 260.000 Besucher.

"DAFUQ?" ist da sicherlich nicht nur mein erster Gedanke. Immerhin erklärt das, warum der Server in der letzten Zeit so langsam auf HTTP-Requests reagiert hat…

Ein Blick in die Apache-Logfiles zeigt viele, viele gleich aussehende Zeilen:

xxx.xxx.xxx.xxx - - [23/Jul/2013:19:14:24 +0200] "POST / HTTP/1.1" 301 452 "-" "Mozilla/4.0 (compatible; MSIE 6.0; Windows NT 5.1; SV1)" fabianonline.de

Die IPs sind immer anders, auch nicht aus einem gemeinsamen Subnetz oder so. Also nix, was man einfach so per Firewall blocken könnte.

Ich habe als erste Maßnahme mal fail2ban auf diese Anfragen angesetzt, weil die wenigstens alle mit dem gleichen User-Agent anfragen und sich auch immer nur auf die Adresse "/" beschränken. Nach 5 solcher Anfragen wird eine IP dann für 6 Stunden per Firewall geblockt. Derzeit stehen in dieser Liste etwa 1.500 IPs, die aber wild fluktuieren. Alle paar Sekunden läuft die Sperre für eine IP ab; gleichzeitig kommen aber auch alle paar Sekunden neue IPs dazu.

Immerhin habe ich den Server wieder erreichbar machen können: Die Anfragen kommen nämlich alle per HTTP 1.1 und haben "Connection: Keep-Alive" gesetzt - das bedeutet, sie bitten den Server, die Verbindung nach dem Senden der Antwort offen zu halten, um direkt die nächste Anfrage über die noch stehende Verbindung abwickeln zu können. Normalerweise ist das auch sinnvoll, weil dann ein Besucher die Seite plus die zugehörigen Bilder und so direkt hinteinander über eine einzige Verbindung übertragen können. In diesem Falle ist das aber eher doof, weil die Verbindung nie explizit geschlossen wird, sondern erst in einen Timeout rennen muss, bis der Server sie schließt.

Daher kam es auch, dass der Server so ausgelastet war - er durfte laut Config bis zu 50 Threads starten, um auf Antworten zu reagieren. Die waren aber alle damit beschäftigt, unnütze Verbindungen offen zu halten, weil das Botnetz das halt so wollte. Ein einfaches "KeepAlive off" in der Config des VHosts hat da geholfen, weil der Server jetzt den Wunsch der Clients nach Offenhalten der Verbindungen ignoriert.

Das Endresultat ist derzeit, dass ich fleißig IPs banne, was aber nicht wirklich hilft, und zudem neben etwas Traffic (der mich jetzt aber derzeit auch nicht wirklich stört) ein kleines bisschen CPU-Last habe. Allerdings weiß ich auch nicht wirklich, was ich noch gegen das Botnetz tun könnte…

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Vom Apfel zum Droiden - Tag 3


Heute war irgendwie ein bisschen der Tag der negativen Erlebnisse…

So habe ich eines der verfügbaren Systemupdates OTA (also direkt via WLAN) installiert. Dank eines Bugs kann ich jetzt unter MacOS keine Dateien mehr auf das Handy kopieren. -.- Soetwas wäre mit iOS wahrscheinlich nicht passiert… ;-)

Es gibt keinen ordentlichen Twitter-Client für Android. Meine Mindestanforderungen: Halbwegs brauchbare Bedienung und "Echtzeit"-Notifications. Letztere gibt es derzeit wohl ausschließlich über die Original-Twitter-App - die aber bedienungstechnisch und so völlig unbrauchbar ist.

Das UI ist auch teilweise sehr unintuitiv. In den EInstellungen gibt es mehrere Stellen, wo neben der obligatorischen Beschreibung der Funktion so ein An-Aus-Schieber ist. Also ist klar, dass man hier die Funktion an- oder ausschalten kann.
Was allerdings auch geht (aber absolut nicht visuell kenntlich gemacht wird), ist, dass man auch den Text selber antippen kann, um weitere Einstellungen zu diesem Punkt vorzunehmen.

Mal gucken, was morgen so bringt… ;-)


Vom Apfel zum Droiden, Tag 2


Tag zwei mit dem Galaxy S3. Ich konnte heute leider bei Weitem nicht so viel mit dem Handy spielen, wie ich gerne gewollt hätte… Aber egal. ;-)

Auf der Fahrt zur Arbeit habe ich den GPS-Empfänger mal ausgiebig getestet. Der macht auf mich einen definitiv besseren Eindruck als der des iPhones. Was natürlich zumindest teilweise auch daran liegen könnte, dass das S3 zusätzlich zu GPS auch die Satelliten des russischen GLONASS-Systems empfangen kann. Trotzdem habe ich hier im Haus problemlos eine Positionsbestimmung mit 13 Satelliten, während das iPhone nur WLAN-basierte Positionsdienste anbieten kann.

Die Kamera des S3 macht auf mich derzeit keinen allzu guten Eindruck. Die Kamera-App hat zwar umpfzig tolle Funktionen (Gesichtserkennung mit "mach erst dann ein Foto, wenn das Ziel auch wirklich lächelt" und so), wirkt dafür aber nicht so scharf und bei nicht-taghellen Aufnahmen auch viel rauschiger. Vielleicht habe ich aber auch nur die richtige Einstellung noch nicht gefunden.
Eine HDR-Funktion gibt es auch, allerdings wird beim S3 immer, ohne, dass man es abstellen könnte, das Originalbild mitgespeichert. Nutzt man die HDR-Funktion, bekommt man also jedes Foto doppelt gespeichert.
Als Fotostream-Alternative nutzt das S3 Dropbox. Was ich viel besser finde, weil mir die Fotostream-Updates irgendwie zu erratisch waren. ("Hallo, iPhone, ich bin in meinem Heim-WLAN. Lade endlich die Bilder hoch! Los jetzt. Hallo?")
Zudem lässt sich Dropbox für diesen Zweck besser nutzen als iPhoto.

SwiftKey ist weiterhin geil. Das klingt jetzt total blöd, aber ihr glaubt ja gar nicht, wie katastrophal die iPhone-Tastatur in Wirklichkeit ist. ;-) So im Vergleich merkt man das echt gut.

Ich bin ja ein absolute Fan von Statistiken jeder Art. Und mein Handy erzeugt da gleich mehrere von. So gibt es in der Konfiguration eine Seite, die genau auflistet, welche Apps wie stark am Stromverbrauch des Handys schuld sind. Und als Erweiterung gibt es dann auch noch eine Unterseite, die genau anzeigt, wie die zeitliche Verteilung der GPS-, WLAN- und so weiter Nutzung aussah. In bunt und so.
Akkuverbrauchsdetailanzeige

Ein Vorteil von handyvertragsunabhängigen Handys ist meiner Meinung nach ja, dass man dann nicht irgendwelche blöden Anwendungen auf dem Telefon hat, die man gar nicht haben will. Davon weiß Samsung aber wohl noch nichts. Das Handy wurde geliefert mit Bild-, n-tv-, Lieferheld-, myTaxi- und noch mehr komischen Apps. Die habe ich dann zu Beginn alle mal eben deinstalliert und fertig war ich damit.
Bis ich heute dann mal das verfügbare OTA-Update eingespielt habe. Das hat mir die Apps nämlich einfach direkt wieder installiert. Grrr. Hass.

Ansonsten habe ich dann bei meinen App-Erkundigungen auch mal das mir von mehreren Personen empfohlene "Öffis" installiert. Eine kostenlose App zum Thema "ÖPNV-Verbindungen". Und auch hier: Heilig's Blechle, ist das krass. Super-App, riesen-Umfang, gut bedienbar… Und dank der Unterstützung von Widgets habe ich jetzt einen Knopf auf meinem Homescreen, der, sobald ich ihn drücke, mir die nächsten Routen von meiner aktuellen Position zum Hennener Bahnhof anzeigt. Während ich bei iOS erstmal die App starten und ihr dann erklären müsste, was ich gerne von ihr hätte…

Last but not least: Es scheint für Android keinen (meiner Meinung nach) wirklich brauchbaren Twitter-Client zu geben. Also kam bei ein paar Kollegen und mir die Idee auf, den Geotweeter zu Android zu portieren. Da Android-Apps in Java geschrieben werden (was ich schonmal halbwegs kann) und man vor Allem nicht erst mal 99€ blechen muss habe ich einen allerersten Mockup-Prototypen bereits auf meinem Handy installiert. Weil ich zu faul war, erst noch mein einziges (ja, da brauche ich definitiv noch mehr von) Micro-USB-Kabel zu holen, habe ich das Paket einfach in die Dropbox geworfen und dann von da auf dem Handy installiert.

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Vom Apfel zum Droiden - Tag 1


Heute war es soweit: Mein neues Handy kam an.
Bestellt hatte ich es gestern, direkt nach der Vorstellung des iPhone 5. Allerdings war es kein iPhone 5. Zwar hatte ich erst das iPhone 3G und dann das iPhone 4, allerdings war ich nie einer der "Android ist doof. PUNKT."-Idioten. Ich sah Android immer als durchaus interessante Alternative zu den iGeräten - blieb nach dem 3G allerdings beim iPhone, weil ich ja z.B. schon einiges an Geld für iPhone-Apps ausgegeben hatte.

Als dann der gestrige Termin für die iPhone 5-Vorstellung bekannt wurde, stand für mich schnell fest: - Ich will ein neues Handy. (Das iPhone war ja schon wieder zwei Jahre alt…) - Wird das iPhone 5 cool (ja, rein subjektiv halt…), nehme ich das. - Wenn nicht: Hallo Android.

Natürlich habe ich mich im Vorfeld informiert und nach passenden Androiden gesucht - da blieb dann recht schnell nur noch das Samsung Galaxy S3 bei übrig. Großes Display, QuadCore, wechselbarer Akku, SD-Slot, nicht zu alt und (halbwegs) aktuelles Android drauf. Das waren quasi meine Hauptanforderungen.

Und dann wurde das iPhone 5 in meinen Augen ein Flop. Es ist etwas größer und kann Panoramafotos. Wow.

Eine Minute vor Bestellschluss für DHL-Express ging dann meine Bestellung bei Amazon ein. Und es klappte alles: Heute morgen stand der Paketbote vor der Tür und überreichte mir feierlich (hüstel… "Hier ist ihr Paket, tschüss") mein neues Handy.

Und weil ich ja vielleicht nicht der Einzige bin, der zwischen iOS und Android schwankt, schreibe ich hier mal in komplett unsortierter und ebenso unstrukturiertes Form meine Erfahrungen, Erlebnisse und Ergebnisse nieder. ;-)

Zunächst: Hui, ist das S3 groß. Also von der Fläche her. Dafür ist es viel dünner als das iPhone 4. Problematisch ist hier die eine-Hand-Bedienung: Die geht quasi nicht mehr, weil man gut ein Drittel des Bildschirms mit dem einen Daumen nicht erreichen kann. Aber dann nimmt man halt einfach beide Hände…

Die Haptik ist, vergleicht man sie zum iPhone, billig. Aber das gilt wohl für so ziemlich jedes Handy. Vor allem, wenn man die Rückseite abnimmt um an Akku und Co. zu kommen: Oh Gott, ist das billig. Allerdings ist der Punkt jetzt nicht sooo schlimm für mich.

Die Geschwindigkeit des Systems: Holy mother… Ist. Das. Schnell. Krassomat. Ich kenne hier halt nur das iPhone 4, das 4S ist ja schon schneller und das 5er nochmal… Aber das S3 ist verdammt fix. Keine Wartezeiten für irgendetwas. Wow.

Die Erstinbetriebnahme ist recht simpel (ein Assistent geht alle Schritte der Reihe nach mit einem durch). WLAN, Google-Account, Dropbox-Account (man bekommt 50 GB Speicher geschenkt!) und so weiter. Auf dem Weg zur Uni habe ich dann gleich mal das Navigieren mit Google Maps getestet: Läuft sehr, sehr gut. Auf dem iPhone hatte ich mir mal TomTom zum Geburtstag schenken lassen, auf Androidgeräten nimmt man einfach das kostenlose Google Maps.

Meine Lieblings-"App" bis jetzt: SwiftKey, eine Ersatztastatur. Zeichnet sich durch krass gute Fehlererkennung und Lernfähigkeit aus. Das ist so ein riesiger Unterschied zur iPhone-Tastatur mit der meist recht nervigen Austokorrektur. Da kann ich endlich Tweets einfach so durchtippen, ohne jedes dritte Wort manuell entautokorrigieren zu müssen…

Mein Fazit für heute: Verdammt, warum habe ich mir erst jetzt ein Android-Handy geholt? Ich habe anscheinend echt was verpasst… ;-)
Aber mal gucken. Vielleicht ist morgen ja schon der Tag, an dem ich mir mein iPhone zurückwünsche… Mal schauen. Ich gehe da ganz offen ran.

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Mein "perfekter" Twitter Client


Dies ist ein Post, den zu schreiben ich eigentlich schon länger vorhatte… jetzt hat @TobHo mit seinem Post "Der “perfekte” Twitterclient?" das Ganze nochmal angestoßen.

Also gut. "Mein" "perfekter" Twitter-Client sollte zum Einen alle Aktionen beherrschen, die ich häufig (!) nutze. "Reply-To", DMs, etc. Following bzw. Unfollowing mache ich nur recht selten, das kann ich auch mal eben über die Homepage machen.
Er sollte nur eine Timeline haben. Ich hasse es, wenn ich neben der normalen Timeline noch einen extra Tab mit Mentions und noch einen Tab mit DMs im Blick behalten muss, wenn ich nichts verpassen möchte.
Und ansonsten wünsche ich mir von einem Client, dass er aktuelle "Trends" in Sachen Twitter-Client-Features schnell mitmachen kann.

Wobei ich ja durchaus zugeben muss, nicht so ganz unvoreingenommen zu sein: Immerhin habe ich ja meinen eigenen Twitter-Client geschrieben. Den Geotweeter.

Der Geotweeter

Angefangen hatte das ganze Projekt damals, als Twitter die Möglichkeit einführte, Tweets mit Geokoordinaten zu versehen. Da man über die Twitter-Homepage keine beliebigen Orte angeben konnte und die Lokalisierung über die IP nicht annähernd genau war, wollte ich gerne einen Client haben, in dem ich direkt angeben konnte "ich bin in Paderborn". Gab es aber nicht. Oder ich habe es nicht gefunden…
Also habe ich den Geotweeter erfunden. Damals war er eine simple PHP-Anwendung auf meinem Heimserver, die nichts weiter konnte, als einen Tweet mit einer bestimmten Ortsangabe zu verschicken.
Dann stellte ich fest, dass die "Reply"-Funktion dabei fehlte. Also wurde er um eine Tweet-Anzeige ergänzt, um dann da bei einem Tweet auf "Antworten" klicken zu können.
Und dann kam mir die Idee, dass ich Tweets dann ja auch gleich im Geotweeter lesen könnte.

So wuchs und gedieh der Geotweeter als komplett auf dem Server laufende PHP-Anwendung. Und ich war glücklich.

Bis Twitter dann die Streaming-API einführte. Die Streaming-API ermöglichte es damals, dass Twitter einen Client quasi in Echtzeit mit neu angekommenen Tweets versorgt. Vorher musste man regelmäßig (z.B. alle 5 Minuten) die API abfragen, und soetwas wie "direkte Kommunikation" war quasi unmöglich, weil man halt nur alle 5 Minuten mal sehen konnte, was der "Chatpartner" geschrieben hatte.
Da die Streaming-API allerdings mit einer PHP-Anwendung keinen Sinn macht, musste ich den Geotweeter neu schreiben. Dieses Mal war die Sprache meiner Wahl dann JavaScript.
Bevor die Programmierer unter meinen Lesern jetzt aufstöhnen: JavaScript läuft problemlos unter allen Betriebssystemen, man braucht nur einen Browser. Und so schlimm, wie ihr alle tut, ist es gar nicht.

Auf jeden Fall wuchs dann halt der JavaScript-basierte Geotweeter fleißig vor sich hin. Ich schaffte es sogar, die ersten User von ihm zu überzeugen. Der @johnassel benutzt ihn zum Beispiel immer noch und codet auch fleißig mit.

Blöderweise wurde der Code vom Geotweeter irgendwann absolut zu unübersichtlich und ich schrieb ihn zum dritten Mal neu. Diesmal in Coffeescript. Da ist quasi eine Syntaxerweiterung für JavaScript und der Code wird anschließend zu reinem JavaScript kompiliert. Dafür macht CoffeeScript das Coden allerdings viel angenehmer und man kann auch ordentlich Objektorientiert coden, was der Geotweeter derzeit auch fleißig nutzt.

Und inzwischen habe ich den Geotweeter dann noch um ein paar (meines Wissens nach) für Twitter-Clients (noch?) einmaligen Features ergänzt. Thumbnail-Anzeige und Autocompletion (!) für ragefac.es.
Außerdem kann er mit mehreren Accounts umgehen, synchronisiert den "Gelesen-Status" der Tweets über tweetmarker.net und, und, und.

ragefac.es-Autocompletion in Aktion

Einziger Nachteil vom Geotweeter als JavaScript-App: Man braucht derzeit auf Grund von Sicherheitsfeatures bei JS einen Webserver im Hintergrund. Aber die Leute von Twitter werden derzeit von mir und noch ein paar Entwicklern davon überzeugt, die API entsprechend zu ändern, damit der Geotweeter direkt darauf zugreifen darf. Wenn das einmal der Fall sein wird (und die Zeichen stehen wohl ziemlich gut), wird es ausreichen, den Geotweeter herunterzuladen und die index.html anzuklicken. Das wird großartig werden!

Ansonsten: Wer den Geotweeter mal testen möchte, melde sich einfach mal bei mir. Ich habe da eine Demo-Test-Version laufen, die ihr gerne (auch länger) testen könnt.
Oder aber ihr holt euch direkt den Code von Github und installiert ihn euch lokal.

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Brief an das CineStar, UPDATED


Folgenden Brief habe ich gerade an den Theaterleiter des CineStar Dortmund geschickt. Wenn ich eine Antwort von ihm erhalte, werde ich diese hier natürlich ergänzen.

Sehr geehrter Herr Gülker,

Ihre Anmoderation der heutigen CineSneak hat mich ehrlich gesagt ziemlich verwundert hinterlassen. Sie behaupten, das bisherige Sneak-Team Marco und Judith durch ein "neues Konzept" ersetzen zu wollen. Ein Konzept, das so neu ist, dass es derzeit noch nicht wirklich vorhanden ist und eher exakt den gleichen Inhalt hat, wie bisher. Und vor allem ein neues Konzept, das so dermaßen neu und modern ist, dass es so schnell eingeführt werden muss, dass es noch nicht einmal möglich ist, dass sich Judith und Marco (die ja auch nur schon seit mehreren Jahren dabei sind (länger, als ich dabei bin, und das sind jetzt auch schon über drei Jahre)) von "ihren" Sneakern verabschieden können.
Dieses abrupte Ende wirkt vor dem Hintergrund der Geschehnisse in der letzten Woche durchaus so, als wäre Ihr "neues Konzept" eine Art Bestrafungsaktion für die Mitarbeiter, die sich letzte Woche an den Streikt beteiligt haben…

Wie Sie selbst sagten, haben die beiden die Sneak über die Zeit zu einem Erfolg gemacht. Die Sneak war einige Male die bestbesuchteste Vorstellung in Ihrem Kino. Und weil die beiden das so toll gemacht haben, werden sie jetzt einfach so über Nacht abgesägt, für ein unfertiges "neues Konzept"? Ich bin nicht gegen neue Ideen. Ihre Idee mit Gast-Moderatoren finde ich zum Beispiel durchaus interessant. Allerdings sehe für sämtliche diese Ideen absolut nicht die Notwendigkeit, deshalb Marco und Judith abzuschaffen.

Damit die Sneak auch weiterhin ein Erfolg bleibt, brauchen Sie kein neues Konzept. Sie brauchen dafür BESUCHER. Besucher, die kommen, weil ihnen die Sneak gefällt. Besucher wie mich, die im vergangenen Jahr 50 der 52 Sneaks besucht haben. Die Woche für Woche über 30km Anfahrt in Kauf nehmen. Die regelmäßig neue Freunde mitbringen. Und das nicht ausschließlich wegen der Filme. Sondern auch zu einem nicht unbedingt kleinen Teil, weil ich die Marco-und-Judith-Show sehen will. Und ich weiß, dass ich bei Weitem nicht der Einzige mit dieser Ansicht bin.

Als zahlender Kunde und Sneak-Stammgast möchte ich Sie auffordern: Bitte überdenken Sie nochmal Ihre Entscheidung, Judith und Marco als Moderatoren der Sneak abzuschaffen. Ich würde es sehr bedauern, wenn Sie der Sneak einen für mich sehr wichtigen Teil einfach streichen. Zudem ich dann überlegen müsste, ob mir der von der Sneak verbleibende Rest den Aufwand und die Kosten jede Woche noch wert sind.

Mit freundlichen Grüßen,
Fabian Schlenz

PS: Ich werde diese Mail im Internet veröffentlichen und würde Ihre Antwort gerne ebenfalls hinzufügen. Falls Sie dies nicht wünschen, lassen Sie es mich bitte wissen.

[UPDATE] Einen Tag später bekam ich eine Antwort von Herrn Gülker, die ich leider erst jetzt in meinem Spam-Ordner entdeckte:

Sehr geehrter Herr Schlenz,

vielen Dank für Ihren Brief. Ich freue mich über Ihr Interesse an unserer Sneak und Ihr Lob für Judith und Marco, die in den letzten Jahren die Sneak im CS DO so engagiert betreut haben.

Ihr Sorge, die Veränderungen könnten etwas mit dem Ausfall am 05.01.12 zu tun haben, ist unbegründet. Vielmehr wollte ich Veränderungen schon früher, spätestens jedoch zum Beginn diesen Jahres durchführen. Aus verschiedenen Gründen hänge ich meinem selbstgesteckten Zeitplan hinterher, aber einen Plan für 2012 wollte ich ungern erst im Mai 2012 verkünden und umsetzen.

Sie können sicher sein, dass ich mir diese Entscheidung gut überlegt habe, da ich weiß, dass sie einen erheblichen Einschnitt in der Geschichte der Sneak im CS DO bedeutet. Und ebenso sicher können Sie sein, dass ich eine so weitreichende Entscheidung nicht treffe, um sie nach kurzer Zeit wieder zu revidieren.

Ich würde mich freuen, wenn Sie mir nach einiger Zeit (falls Sie unter den gegebenen Umständen überhaupt noch weiterhin donnerstags unser Gast sein möchten) noch einmal ein Feedback zukommen lassen würden.

Mit freundlichen Grüßen,
Carsten Gülker